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Branche startet positiv ins neue Jahr

Mutationen, Lockdown und Probleme hinsichtlich der Beschaffung sowie Verabreichung von Impfstoffen prägen die öffentlichen Debatten und Sorgen der Wirtschaft. Der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG) zieht vor diesem Hintergrund dennoch ein mutmachendes Fazit aus der inzwischen achten Mitgliederbefragung bezüglich der Auswirkungen der Pandemie.


Mutationen, Lockdown und Probleme hinsichtlich der Beschaffung sowie Verabreichung von Impfstoffen prägen die öffentlichen Debatten und Sorgen der Wirtschaft. Der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG) zieht vor diesem Hintergrund dennoch ein mutmachendes Fazit aus der inzwischen achten Mitgliederbefragung bezüglich der Auswirkungen der Pandemie.

Durch die bereits seit März regelmäßig durchgeführten Befragungen mit unverändert erfreulich hoher Beteiligung misst der BDG den Puls der Branche. Während sich dabei ein Grundstock an Fragen etabliert hat, um entscheidende Entwicklungen über die Zeit hinweg analysieren zu können, werden mit Veränderung des Pandemiegeschehens und der allgemeinen Rahmenbedingungen immer wieder auch weitere Schwerpunkte gesetzt. Im Hinblick auf den Finanzierungsbedarf kommender Investitionen umfasste die Januar-Umfrage neben der Lagebeurteilung, sowie den Erwartungen und Prognosen, auch Fragen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung.

Wenngleich die Dynamik der Infektionszahlen und die damit verbundenen politischen Maßnahmen die Geschäftsaussichten für das Jahr 2021 leicht trüben senden die Einschätzungen der deutschen Gießereien in vielerlei Hinsicht auch positive Signale. So wird im Vergleich zur vorausgegangenen Umfrage der Umsatzeinbruch für das Jahr 2020 als deutlich geringer eingeschätzt. Derweil zeichnet sich mehr und mehr ab, dass das Produktionsniveau des starken Jahres 2018 bereits wieder gegen Mitte 2022 erreicht wird. Wichtiger Indikator dafür: Deutschlands Gießereien visieren für das zweite Halbjahr 2021 die Normalauslastung an. Das Hochfahren der Produktion wird trotz der zweiten Corona-Welle früher an Fahrt aufnehmen als es die bisherigen Umfragen vermuten ließen. BDG-Hauptgeschäftsführer Max Schumacher: „Diese positive Entwicklung darf nicht durch staatliche Maßnahmen belastet werden. Stattdessen muss durch die richtigen Rahmenbedingungen weiter unterstützt werden. Wir brauchen den Mut zu weiterer Entlastung, damit die notwendige nachhaltige Transformation der Wirtschaft gelingt.

Grund für diese positiven Korrekturen in den Annahmen dürfte das zunehmend anziehende Auftragsgeschehen sein. Während zuletzt bereits steigende Auftragseingänge gemeldet wurden, gehen die deutschen Gießer auch in den kommenden Wochen und Monaten von einer zunehmenden Intensität dieser Entwicklung aus. Dies wirkt sich nicht zuletzt auf die Personalpolitik der Unternehmen aus. Mit mittlerweile nur noch rund einem Viertel der Unternehmen befürchten so wenige wie noch nie seit Beginn der Befragung, Personal weiter abbauen zu müssen. Auch der Umfang in dem dies notwendig werden könnte, hat sich signifikant verringert. Gleichzeitig stellt jedes zehnte Unternehmen wieder Personal ein.

Im Zuge der hochfahrenden Produktion werden im Jahr 2021 Investitionen getätigt, die sich mit denen des Jahres 2019 vergleichen lassen können. Der Fokus wird dabei auf Automatisierung und Digitalisierung gelegt. Insbesondere der Energieeffizienz wird bei einem Großteil der Investitionen eine hohe Bedeutung beigemessen. Kaum verwunderlich ist, dass Kapazitätserweiterungen nur eine untergeordnete Rolle spielen werden. Obgleich die Krise die Gießereien mitunter hart getroffen hat, und Investitionen im vergangenen Jahr deutlich zurückgefahren wurden, spricht das bemerkenswert geringe Ausmaß von Liquiditätsengpässen der Branche dafür, dass die geplanten Investitionen im Jahr 2021 auf soliden Beinen stehen.

Die Befragung erfolgte vom 08.01. – 13.01. (Kalenderwoche 2), teilgenommen haben 71 deutsche Gießereien.


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