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SCHMOLZ + BICKENBACH GUSS

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13.02.2013 Neuer Gusswerkstoff für den Tieftemperatureinsatz

An Stähle, die im Tieftemperaturbereich zum Einsatz kommen, werden besondere Anforderungen gestellt - müssen sie doch Temperaturen von bis zu -196 °C standhalten. Bisher wird dabei auf austenitische Stähle zurückgegriffen. Diese sind aufgrund ihrer niedrigen Streckgrenze allerdings der Gefahr der frühen Verformung ausgesetzt und müssen deshalb besonders dickwandig gegossen werden. Das war der Ausgangspunkt für die Entwicklung des neuen kaltzähen Werkstoffs DUX CRYO®. Dieser weist bei einer guten Zähigkeit deutlich höhere Festigkeitswerte auf. Vorteil für den Anwender: Das Gussteil kann dünnwandiger konstruiert werden und das spart nicht nur Gewicht, sondern auch Kosten.

Anstatt auf austenitische setzt man bei SCHMOLZ + BICKENBACH GUSS für Aufgaben im Tieftemperaturbereich seit neuestem auf martensitische Stähle - das ist das Ergebnis eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten umfangreichen Forschungsprojekts.

Ergebnis dieser Versuchsreihe ist der neue kaltzähe Werkstoff DUX CRYO®. Er ist für alle Bereiche geeignet, in denen mit Temperaturen zwischen -100 °C und -196 °C gearbeitet wird, und damit z.B. überall dort, wo Kryogene wie Trockeneis oder flüssiger Sauer- und Stickstoff zum Einsatz kommen. Das gilt unter anderem für Luftverflüssigungs- und -zerlegungsanlagen, in denen Luftkomponenten durch thermische Trennverfahren getrennt werden, um Stickstoff, Sauerstoff, Argon und andere Edelgase in hochreiner Konzentration und in flüssiger Form sowie gasförmig zu gewinnen.

Ein weiteres zukunftsträchtiges Einsatzfeld ist darüber hinaus die Erdgasverflüssigung: Hier wird das Erdgas in sogenannten LNG-Terminals auf bis zu -164 °C heruntergekühlt - entsprechend hoch sind auch die Anforderungen an die eingesetzten Komponenten. Ähnliches gilt für die Kaltvermahlung und das kryogene Recycling. Diese Verfahren werden z.B. in der Lebensmittelindustrie und im Bereich der Verbundstoffe genutzt. 'Auch in den Bereichen Bodengefrierung, industrielle Kältetechnik sowie Ölsandgewinnung könnten für diesen Werkstoff noch interessante Potenziale liegen', erläutert Dr. Becker. Das Gleiche gilt für alle Bauteile, die bei tiefen Außentemperaturen eingesetzt werden: ob Pumpen in Alaska oder Offshore-Anwendungen in der Tiefsee.

Unternehmenskontakt:

SCHMOLZ + BICKENBACH GUSS Gruppe
Vera Jansen
Blumentalstr. 2
47798 Krefeld
Tel.: 02151/764-1257
E-Mail: v.jansen@schmolz-bickenbach.com
Internet: www.guss.schmolz-bickenbach.com

Pressekontakt:
Additiv pr GmbH & Co. KG
Juliane Gandert
Herzog-Adolf-Str. 3
56410 Montabaur
Tel:  02602/95099-13
E-Mail: jg@additiv-pr.de
Internet: www.additiv-pr.de